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Skifahrer Helm

 

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ModellScott Symbol SkihelmPOC Fornix Backcountry Mips SkihelmAlpina Skihelm Cheos
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Allerlei zu Skihelmen

Skihelme als unerlässlicher Schutz auf der Piste

Skihelme bzw. Snowboardhelme sollten mittlerweile für alle Ski- und Snowboardfahrer eine unerlässliche Notwendigkeit sein, um den Kopf und somit einen der wichtigsten Körperteile überhaupt zu schützen. Durch die Verbesserung der Materialien im Ski- und Snowboardsport werden die gefahrenen Geschwindigkeiten höher. Zudem nimmt der Wintersport an Popularität zu, so dass die Pisten zusehends voller werden und Zusammenstöße zwischen Wintersportlern zunehmen. Mittlerweile tragen ca. 50% der Skifahrer Skihelme oder Snowboardhelme und die Tendenz ist steigend. Der primäre Grund, Skihelme bzw. Snowboardhelme zu tragen, ist somit der Schutz des Kopfes und dies kann im schlimmsten Fall über den Rest des Lebens entscheiden.
Skihelme sind in den letzten Jahren zusehends beliebter geworden und immer mehr Skifahrer wollen sie heutzutage nicht mehr missen. Moderne Skihelme sind mittlerweile so funktional geworden, dass es keine Entschuldigung mehr geben kann, sie nicht zu tragen.

Sicherheitsstandards

Für Skihelme ebenso wie für Snowboardhelme existieren klar definierte Standards, die sich bezüglich der Konstruktion in zwei Haupttypen einteilen lassen. Zum einen gibt es den CE EN 1077 (European Safety Standard), zum anderen den ASTM2040 (American Safety Standard). Bei der europäische EN 1077-Norm werden das Stoßdämpfungsvermögen und die Durchdringungsfestigkeit der Skihelme bzw Snowboardhelme gemessen. Diese CE EN 1077 besteht aus zwei Kategorien: A und B. Die Skihelme und Snowboardhelme der Kategorie A sind zumeist Vollschalenhelme und richten sich vor allem an Skirennfahrer. Sie sind so konstruiert, dass sie Stößen bei etwas höheren Geschwindigkeiten widerstehen und einen größeren Schutz für den Kopf bieten – insbesondere im Ohrenbereich.
Wintersportler, die einen Skihelm kaufen oder Snowboardhelm kaufen möchten, kommen zumeist aus dem Hobbybereich und erwerben Helme der Kategorie B. Es handelt sich um Halbschalenhelme, die für die Belastungen außerhalb der Rennstrecke optimal konstruiert sind.

Konstruktionsweisen

Abfahrt Skihelme

Für Skihelme gibt es unterschiedliche materielle Zusammensetzungen und Verarbeitungsweisen, insgesamt sind sie aber den Motorradhelmen recht ähnlich. Die erste Konstruktion ist die In-Mold-Hardbody-Schale, wobei man hier die Schale und den Hartschaum zusammen verschweißt. Die In-Mold-Konstruktion verschmilzt mithilfe von Druck und Hitze die robuste Polycarbonat-Außenhülle mit dem Schlag absorbierenden EPS-Schaumstoffeinsatz der Skihelme, der für eine gute Haltbarkeit mit einem geringen Gewicht sorgt. EPS ist die Abkürzung für expandiertes Polysterol. Diese Kombination aus Innenschale und Außenschicht führt oft zu einem besseren Belüftungssystem. Diese Skihelme bzw. Snowboardhelme eigenen sich für Skifahrer und Snowboarder im Hobbybereich.
Die zweite Konstruktion stellen die Hard-Shell-Helme dar. Diese Skihelme verwenden eine dauerhafte ABS-Schale (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer) und eine leichte EPS-Innenschale, die durch ein Klebeverfahren miteinander verbunden sind. Diese Art der Skihelme und Snowboardhelme neigt dazu, weniger Lüftungsschlitze zu haben, aber sie bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist sehr strapazierfähig, so dass sie für ambitionierte Wintersportler geeignet ist.
Weiterhin gibt es hybride Skihelme und Snowboardhelme, die aus einer Kombination von Hard-Shell und In-Mold-Shell bestehen und im Freeride-Bereich gerne benutzt werden.
Vor einiger Zeit hat Giro zudem mit der Soft-Shell Variante einen vierten Typ entwickelt. Die Soft Shell Konstruktion kombiniert eine zum Patent angemeldete, Schlag absorbierende Schale aus Vinyl Nitrat und ein einzigartiges flexibles Außenmantelmaterial für eine dauerhafte und bequeme Passform.

Das MIPS

Als Skifahrer sollte man ein Auge auf das MIPS (Multi-Directional Impact Protection System = Mehrrichtiges Schlagschutzsystem bzw. seitlicher Aufprallschutz) richten, das in einer wachsenden Zahl von Ski- und Snowboardhelmen der Kategorie B integriert ist. Das MIPS ist keine Konstruktion als solche, sondern ein Sicherheitsmerkmal, das in Skihelme bzw. Snowboardhelme eingebettet ist. Das MIPS reduziert die Rotationskräfte auf das Gehirn, die durch abgewinkelte Stöße am Kopf verursacht werden. Bei einem MIPS-Helm sind die Schale und die Auskleidung durch eine reibungsarme Schicht getrennt. Wenn der Helm einem abgewinkelten Aufprall ausgesetzt wird, ermöglicht die reibungsarme Schicht, dass der Helm relativ zum Kopf gleitet und viel von der Energie absorbiert.

Ski- bzw. Snowboardhelme austauschen

Skihelme und Snowboardhelme sollte man in der Regel nach einem harten Aufprall austauschen, denn das Polystyrol kehrt nach dem Absorbieren einer starken Einwirkung nicht in den Ausgangszustand zurück oder es entstehen kleine, oftmals unsichtbare Risse. Somit können Skihelme bzw. Snowboardhelme im Falle eines weiteren Aufpralls keinen Schutz mehr bieten. Auch Feuchtigkeit von außen, Schweiß, die UV-Belastung in den Bergen, intensive Nutzung und Alterung des Materials müssen berücksichtigt werden, so dass Skihelme und Snowboardhelme nach drei bis fünf Jahren ausgewechselt werden sollten.

Was muss man beim Kauf beachten?

Winter Schnee Schifahrer

Es existieren mehrere Attribute, die man berücksichtigen sollte, wenn man einen Skihelm kaufen oder Snowboardhelm kaufen möchte, einschließlich Kosten, Funktion und Stil. Je mehr Features Skihelme aufweisen bzw. je aufwendiger das Aussehen gestaltet ist, desto teurer werden diese in der Regel. Bei der Entscheidung für einen Skihelm, sollte man daher verschiedene Marken und Modelle begutachten, um sich zu entscheiden.
Die wichtigste Entscheidung, bevor man einen Skihelm kaufen möchte, sollte sich danach richten, wie häufig der Helm benutzt wird. Wer nur eine Woche im Jahr zum Skifahren geht, wird tendenziell ggf. weniger Geld aufbringen wollen als Skifahrer, die sehr häufig und unter unterschiedlichen Bedingungen ihren Wintersport ausüben. Im letzten Fall lohnt es sich durchaus, sich in den höheren Preisklassen umzusehen.
Weiterhin muss die Funktion betrachtet und entschieden werden, welche Sicherheitsstandards der Skihelm aufweisen sollte. Selbstverständlich müssen all Skihelme und Snowboardhelme bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen (siehe CE EN 1077). Wer jedoch Rennen fährt oder aus einem anderen Grund einen speziellen Schutz braucht, der über den Hobbysport hinausgeht, sollte nach spezifischen Schutzmaßnahmen Ausschau halten, wie sie sich in der Kategorie A finden lassen.
Auch der Komfort richtet sich bei einigen Skihelmen nicht nur darauf, wie bequem er auf dem Kopf sitzt, sondern ob der Skihelm warm hält oder auch kühlende Funktionen wie Lüftungsschlitze hat. Es gibt Features, die seltener vorkommen. Dazu gehören Ohrpolster mit Lautsprechern und Bluetooth-Systemen, die mit dem Mobiltelefon verbunden werden können.

Wie müssen Skihelme bzw. Snowboardhelme sitzen?

Wer einen Ski- oder Snowboardhelm kaufen möchte, sollte vor der Anprobe die Helmgröße bestimmen. Das Ausmessen funktioniert mithilfe eines Maßbandes. Dies wird an der breitesten Stelle des Hinterkopfes angelegt und ca. 1 cm über den Augenbrauen zusammengeführt.
Danach ist eine Anprobe obligatorisch. Skihelme und Snowboardhelme sollten fest, aber auch bequem auf dem Kopf sitzen. Dabei sollte die Vorderseite des Skihelms über die Augenbrauen ausgerichtet und der Kinnriemen angezogen werden. Man sollte sicher stellen, dass es keine unerwünschten Lücken zwischen dem Helmfutter und dem Kopf gibt. Die Rückseite des Skihelms sollte nicht auf die Rückseite des Halses drücken. Bei der Anprobe sollte zudem die Skibrille angezogen werden, um sicher zu sein, dass Skihelm und Skibrille gut zusammen passen.
Möchte man einen Skihelm kaufen, sollte man sich nicht auf die unterschiedlichen Größen fokussieren, sondern die tatsächlichen Zahlen in cm betrachten. Es ist lohnenswert unterschiedliche Helme anzuprobieren und schließlich zu entscheiden, welcher am besten passt. Für Brillenträger gibt es Skihelme bzw. Snowboardhelme mit einer vertikalen Neigung.

Features:

Innenpolsterung

Die Innenpolsterung macht Skihelme und Snowboardhelme bequemer und sorgt für eine weiche Schicht zwischen dem Kopf und dem Helmkern. Die Auskleidungen in den meisten Helmen können leicht entfernt und ersetzt werden, so dass sie gewaschen werden können. Zudem sorgen viele Hersteller für ein antiallergisches Innenpolster. Einige Skihelme bzw. Snowboardhelme kommen sogar mit speziellen zusätzlichen Innenpolstern in verschiedenen Stärken, sodass man den Helm anpassen kann, damit er möglichst bequem ist und nicht verrutscht.

Skibrillenhalter und Skihelme mit Visier

Bei den meisten Skihelmen geht die Skibrille um die Außenseite des Helms herum und kann mit einem Brillenhalter am Helm gesichert werden. Es existieren jedoch verschiedene Arten von Brillenhaltern. Es gibt elastische Bänder, die mit einem Haken verbunden sind, aber auch Gurte mit einem Druckknopf, Kunststoffverschluss oder Magnet Link der die Skibrille sehr gut in Position hält. Einige Skihelme und Snowboardhelme wurden so entworfen, dass sie im inneren einen Kanal besitzen durch den sich der Gurt der Skibrille ziehen lässt.
Kritisch betrachten sollten Sie Skihelme und Snowboardhelme mit Visier, die bei einem Aufprall oder Zusammenstoß leicht splittern und somit Verletzungen im Gesicht verursachen können. Jedoch sind diese Helme eine gute Lösung für Brillenträger und haben den Vorteil gegenüber vielen üblichen Skibrillen, das sie nicht beschlagen und ein größeres Sichtfeld bieten. Nützlich sind Visiere, die ausgetauscht werden können, falls diese zerkratzen oder sich die Sichtverhältnisse ändern.

Lüftungsschlitze

Viele Skihelme haben mittlerweile Lüftungsschlitze und können das Skifahren bedeutend angenehmer machen. Wer einen Skihelm kaufen möchte, sollte sich entscheiden, ob er passive Lüftungsschlitze haben möchte. Aktive Lüftungsschlitze haben den Vorteil, dass man diese öffnen können, um für Abkühlung zu sorgen oder man lässt sie geschlossen und der Skihelm sorgt für Wärme. Dies geschieht normalerweise durch einen Schieberegler auf der Schale des Helms, den man auch mit Handschuhen bedienen können sollte. Einige Skihelme haben allerdings innere Auskleidungen, die in den Lüftungsschlitzen stecken und die man entfernen muuss, bevor man die Lüftungsschlitze öffnen kann.
Die Anzahl der Lüftungsschlitze und die Luftmenge, die folglich durch einen Helm strömt, kann zwischen Modell und Marke sehr unterschiedlich sein. Bei einigen Skihelmen sind die Lüftungsschlitze klein, wohingegen andere Skihelme und Snowboardhelme Lüftungsschlitze haben, die so viel Luft wie möglich hinein lassen. Viele Skihelme bzw. Snowboardhelme haben oftmals Kanäle auf der Innenseite des Helms, damit die Luft durch die vorderen Lüftungsschlitze entweichen und durch die hinteren Lüftungsschlitze hineinkommen kann. So kann mehr Luft den Helm passieren und bei Bedarf den Kopf kühl halten.

Ohrpolster

Die meisten Skihelme und Snowboardhelme haben Ohrpolster aus Stoff, die von der Schale und dem Kern getrennt sind. Doch bei einigen sind die Ohrpolster in die Schale eingebaut. Neben dem Schutz der Ohren müssen die Ohrpolster die Ohren warm halten, während sie eine minimale Auswirkung auf das Hörvermögen haben und den Gleichgewichtssinn nicht stören. Dabei sollten sie leicht anzupassen und nicht unbequem oder störend sein.
Es gibt Skihelme bzw. Snowboardhelme, bei denen sich die Ohrpolster abnehmen lassen, so dass sie gewaschen werden können. Zusätzlich können Skihelme ohne Ohrpolster getragen werden. Dies sorgt für eine größere Kühlung.
Die Ohrpolster können auch ein Hightech-Teil des Skihelms sein, da einige Helme mit Ohrpolstern kommen, die Lautsprecher enthalten oder diese können nachträglich hinzugefügt werden, so dass es möglich ist, Musik zu hören oder das Handy über die Bluetooth Funktion zu benutzen. Dies mag während der Wartezeiten auf dem Sessellift sinnvoll sein, auf der Piste jedoch stellen solche auditiven Ablenkungen eine Gefahr dar.

Kinnband

Alle Skihelme haben ein fixiertes gepolstertes Kinnband, das dafür sorgt, dass der Helm fest auf dem Kopf sitzt, selbst wenn es zu einem Unfall kommt. Die Riemen können auf die richtige Länge eingestellt werden, so dass der Helm bequem sitzt und beide Enden durch eine Schnalle, einen Klickverschluss bzw. ein Verstellrad verschlossen werden können. Der Befestigungsriemen sollte sich auch mit Skihandschuhen leicht einstellen lassen. Bei der Anprobe sollten Ski- und Snowboardhelme auch bei geöffnetem Kinnband fest auf dem Kopf sitzen bleiben.

Kopfband

Viele Skihelme haben ein verstellbares Band um die Rückseite des Kopfes herum, das man verlängern oder verkürzen kann. Es dient jedoch lediglich der Feineinstellung und oft kann man es mithilfe eines Drehknopfes bedienen. Die Mechanismen für die Anpassung unterscheiden sich allerdings zwischen Herstellern und Modellen.

Stil

Skihelme und ihr Aussehen sind für einige Wintersportler ggf. nicht das wichtigste Merkmal. Nichtsdestotrotz achten viele Skifahrer darauf, dass der Helm zu ihrem persönlichen Stil und Geschmacksempfinden passt. Dies bedeutet, dass es immer einen Versuch wert ist, diverse Skihelme bzw. Snowboardhelme von verschiedenen Herstellern in Betracht zu ziehen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welcher Stil dem Einzelnen am besten entspricht. Skihelme, die Wintersportlern optisch gefallen, werden oftmals regelmäßig getragen. Dies gilt insbesondere für Kinder.

Ski- und Snowboardhelme: Kein Unterschied

Skilift Schnee

Möchte man einen Snowboardhelm kaufen, kann man als Snowboarder getrost zu einem Skihelm greifen und umgekehrt. Die Sicherheitsstandards unterscheiden sich in keiner Weise und auch die angebotenen Features finden sich sowohl bei den Ski- als auch den Snowboardhelmen. Zudem sind die Hersteller beider Helmarten dieselben. Lediglich die Vermarktung von Ski- und Snowboardhelmen unterscheidet sich, d.h. es wird oftmals ein anderes Kundenklientel angesprochen. Hier können sich in der Folge Unterschiede im Styling zeigen. Wenn man einen Snowboardhelm kaufen möchte, sollte man sich vor Augen führen, dass eine Differenzierung zwischen beiden Helmarten oftmals lediglich mit einem bestimmten Lifestyle verbunden wird.

Skihelmpflicht in europäischen Ländern

Die Pflicht für Skihelme und Snowboardhelme ist in europäischen Ländern (anders als bei Fahrrad- und Motorradhelmen) kaum existent. Für Erwachsene gibt es keinerlei Pflicht, für Kinder und Jugendliche nur in einigen wenigen Ländern Europas:
Für Kinder und Jugendliche gilt in Italien, Slowenien und Kroatien die Pflicht, einen Skihelm zu tragen bis zum 14. Lebensjahr. In Polen verlängert sich diese bis zum 16. Lebensjahr. Österreich hat die Skihelmpflicht den einzelnen Bundesländern überlassen: Im Salzburger Land, Oberösterreich und Niederösterreich, Steiermark, Kärnten, Burgenland sowie Wien müssen Kinder und Jugendliche bis zum 15. Lebensjahr einen Skihelm tragen.
Auch wenn in den meisten europäischen Ländern keine Skihelmpflicht besteht, sollte man auf einen Ski- bzw. Snowboardhelm nicht verzichten. Zum einen können selbst bei kleineren Unfällen etwa 80% der Kopfverletzungen durch das Tragen eines Skihelms vermieden werden, zum anderen können sich die Versicherungen weigern, Schadensersatz zu zahlen oder diesen zumindest deutlich verringern, wenn kein Helm getragen wurde.
Zudem sollte die Vorbildfunktion von Erwachsenen für Kinder im Wintersport bezüglich Sicherheit nicht unterschätzt werden. Insbesondere Verwandte und Lehrer können als Leitfiguren vorangehen, indem sie Skihelme oder Snowboardhelme tragen.