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Der Reithelmfilter

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Wie viel darf der Reithelm kosten?
Wie groß soll der Reithelm sein?
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Reiter Mit Reithelm Reithelme

Allerlei zu Reithelmen

Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde – dieses arabische Sprichwort ist vor allem bei Pferdefreunden und Reitsportfans ein geläufiger Satz. Und tatsächlich ist nichts mit dem Gefühl vergleichbar, auf einem Pferd durch die Natur zu reiten und alles, um sich herum, für einen Moment zu vergessen. Vielleicht liegt es daran, dass Reiten immer beliebter beziehungsweise langsam wieder zu einem begehrten Hobby wird. Und mal abgesehen von der sich entwickelnden Symbiose zwischen Pferd und Mensch und dem Spaß am Reiten, birgt dieser Sport auch gewisse Risiken. Deshalb ist eine gewisse Schutzkleidung unablässig. Dazu gehört neben Reithosen und Reitstiefeln vor allem der Reiterhelm. Reithelme zu tragen, sollte Pflicht beim Reitsport sein – egal, ob man Anfänger, fortgeschrittener oder sogar professioneller Reiter ist. Im folgenden Ratgeber geht es um alle wichtigen Informationen und Fakten rund um Reithelme.

Wie wichtig sind Reithelme wirklich?

Gerade weibliche Reiter wollen oft aus optischen Gründen keine Reithelme tragen. Aber das ist falsche Eitelkeit. Denn laut Statistiken kommt es jährlich zu rund 90.000 Reitunfällen. Und nicht selten enden solche Unfälle auf dem Kopf. Beim Reiten kann man sich größere Verletzungen zuziehen und oft auch schwerwiegende Verletzungen im Kopfbereich. Einen Reiterhelm sollten Sie demnach zur eigenen Sicherheit tragen. Selbst, wenn man das Pferd gut kennt und der Meinung ist, es ideal führen zu können, ist das keine Garantie dafür, dass es nie zu Stürzen kommen kann.

Man sollte nie vergessen, dass alle Pferde Fluchttiere sind. Erschrecken sie sich, beispielsweise durch laute Geräusche oder plötzliche Bewegungen in der Umgebung, kann das Pferd verunsichert werden und panisch losgaloppieren, steigen oder buckeln. Nicht selten werden die Reiter dabei vom Pferd geworfen, weil sie durch den Fluchtinstinkt des Tieres die Kontrolle verlieren. Solche Reitunfälle können wirklich lebensgefährlich sein. Reithelme sollen den Kopf vor gefährlichen und lebensbedrohlichen Verletzungen schützen. Sie sollen den Kopf beim Aufprall auf den Boden stützen und polstern. Im Notfall kann ein Reiterhelm sogar Leben retten oder vor lebenslangen Konsequenzen von Unfällen schützen. Generell empfiehlt man immer, die Reithelme bereits beim Betreten des Stalls zu tragen. Unfälle passieren nicht nur beim Stürzen vom Pferd, sondern können auch vorher schon passieren. Selbst beim Putzen, Ausmisten oder Führen, kann das Pferd scheuen, austreten oder anders unvorhergesehen reagieren, wenn es erschreckt.

 

Wie sind Reithelme aufgebaut?

Es gibt zwar verschiedene Reithelmarten, aber generell sind alle Reithelme gleich aufgebaut. Sie bestehen aus einer Außenschale, einem Innenhelm und eine bestimmte Beriemung. Moderne Helme haben oft auch eine Art Sonnenblende am vorderen Teil. Reithelme sind so ähnlich aufgebaut, wie Fahrradhelme.

Die Außenschale ist im besten Fall laut der europäischen Norm EN 1384 fest mit dem Innenhelm verbunden sein. In der Regel nutzt man dafür das sogenannte InMould-Verfahren, wobei man Innen- und Außenschale ganzflächig miteinander verklebt. Dadurch will man die Gesamtstabilität erhöhen und einwirkende Kräfte, wie bei Stürzen, effektiver ableiten. In den meisten Fällen werden die Außenhelme aus Kunststoffen, wie zum Beispiel Polyurethan oder ABS, gefertigt. Hochwertige Modelle sind oft auch aus Carbon oder Polycarbonmaterial gefertigt. Dieses Material macht den Helm leichter im Eigengewicht und auch stabiler.

Der Innenhelm besteht in den meisten Fällen aus Styropor. Eine zusätzliche Polsterung soll besser abdämpfen und auch den Tragekomfort erhöhen. Bei einem hochwertigen Reiterhelm ist die Polsterung meist antiallergisch und Sie können diese herausnehmen um zu waschen.

Die Beriemung ist eine wichtige Komponente für Reithelme. Sie sollte äußerst robust sein, damit die Reitkappe im Falle eines Sturzes und Aufpralls nicht vom Kopf rutscht. Früher hatten die Reithelme noch Kinnschalen. Diese sind aber mittlerweile verboten, weil sie nicht genügend Sicherheit bieten. Laut der europäischen Norm EN 1384 dürfen Reithelme mit geschlossener Beriemung nur noch maximal 15 Millimeter verrutschen. In den meisten Fällen sind Reithelme mit einem 3-Punkt- oder 4-Punkt-Riemen ausgestattet, die das Verrutschen vom Reiterhelm verhindern sollen.

Die meisten Reithelme werden als Halbschalenhelme gehandelt. Diese sorgen dafür, dass der Reiter – trotz Helm – eine gute Sicht hat und auch alle Geräusche der Umgebung offen wahrnehmen kann. Die Halbschalenhelme lassen die Ohren komplett frei, die Beriemung führt in diesen Fällen um das Ohr herum.

Kann ich mit meinem Fahrradhelm Reiten?

Die Nutzung eines Fahrradhelms beim Reiten wird eher nicht empfohlen. Zwar sind sich beide Helmarten im Aufbau sehr ähnlich. Aber beide testet man unterschiedlich auf ihre Sicherheit. So werden Fahrradhelme zum Beispiel nicht seitlichen Quetschprüfungen unterzogen. Beim Reiterhelm hingegen wird dieser Sicherheitsaspekt sehr ernst genommen, weil im Test auch der Hufaufschlag simuliert wird. Im Ernstfall kann ein Fahrradhelm somit keine garantierte Sicherheit beim Reiten gewährleisten.

Welche Reithelm-Typen gibt es?

Auch beim Reitsport gibt es verschiedene Arten von Reithelmen. Oft richtet sich die Auswahl nach den verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten, Stilrichtungen und auch nach den Preisen.

Der klassische Reiterhelm

Den klassischen Reithelm sieht man meistens bei Reitturnieren. Sie sind meist daran zu erkennen, dass sie einen schwarzen oder blauen Samtbezug und oben Knopfapplikationen haben. Dadurch wirken diese Helme sehr edel. Die klassischen Reithelme sind in der Regel nicht verstellbar. Das heißt, sie müssen auf den Kopf passen und können dort nicht noch nachgestellt werden. Deshalb eignet sich der klassische Reiterhelm nicht für Kinder. Zudem sind die klassischen Reithelme nicht besonders gut belüftet. Sie eignen sich eher für Turniere oder kurze Ausritte, bei denen man nicht so schnell ins Schwitzen kommt.

Der moderne Reithelm

Die modernen Reithelme hingegen sind etwas besser ausgestattet. Bei ihrer Herstellung werden die neuen technologischen Möglichkeiten mit berücksichtig. Dafür werden die bekannten Beschwerden von Reitern in die Herstellung mit einbezogen und die Reithelme entsprechend optimiert. Die modernen Reithelme sind zum Beispiel im Eigengewicht wesentlich leichter und haben in der Regel sehr gute Belüftungssysteme integriert. Zum können sie verstellt und an die jeweilige Kopfform angepasst werden.

Optisch variable Reithelme

Besonders optisch stechen der Western Reithelm sowie der Military Reithelm unter den Helmtypen hervor. Western Reithelme entsprechen weitestgehend modernen Reithelmen, was Form und Funktionalität angeht. Meist sind diese Reithelme aber beige oder braun und so konzipiert, dass auch ein Cowboyhut darüber gezogen werden kann. Military Reithelme sehen in ihrer Form eher aus wie Militärhelme, das heißt, sie sind etwas breiter als die klassischen Modelle. Military Reithelme sind besonders geeignet für runde Kopfformen und Gesichter. Sie verfügen in der Regel nicht über Sonnenblenden und sind nur in festen, nicht verstellbaren, Größen erhältlich.

Welche Helmgröße ist die richtige?

Damit der Helm richtig sitzt, ist die richtige Größe wichtig. Und da nicht alle Helme individuell eingestellt werden können, ist es wichtig, die eigene Helmgröße zu kennen. Das geht ganz einfach. Man muss einfach ein Maßband, über den Augenbrauen und Ohren, um den Kopf legen und die Maße ablesen. Die Größen bei uns in Europa sind einfach ausgestellt, da sie dem Umfang des Kopfes entsprechen. Das heißt, wer einen Kopfumfang von 55 Zentimetern hat, hat Helmgröße 55. Die US-Größen sind Größe XS für Kinder (48 bis 51 Zentimeter) bis XL (61 bis 62 Zentimeter). Wenn man den Kopf abmisst und der Wert genau zwischen zwei Größen liegt, empfiehlt es sich, die größere Größe zu wählen.

Woran merkt man, dass der Helm richtig sitzt?

Meistens merkt man schon beim Aufsetzen und Verschließen, ob ein Helm richtig sitzt. Es darf nichts wackeln, rutschen oder drücken. Die Reitkappe muss waagerecht auf dem Kopf sitzen, so dass die Stirn zwar geschützt ist, aber das Sichtfeld nicht eingeschränkt wird. Die Ohren liegen im Dreieck der Beriemung an den Seiten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wackelt mit dem Kopf und merkt recht schnell, ob der Helm wackelt oder rutscht. Die Beriemung sollte fest anliegen, aber nicht drücken oder beim Schlucken und Atmen stören. Bei einer einstellbaren Reitkappe wird diese solange am Riemen eingestellt, bis man einen leichten Druck spürt und die Reitkappe fest am Kopf sitzt ohne zu wackeln oder zu drücken.

Reithelm für Kinder auf Herz und Nieren geprüft

Viele Eltern kennen das Problem: Ähnlich wie bei Fahrradhelmen, ist auch der Reithelm für Kinder nicht unbedingt beliebt. Schließlich sind Reithelme nicht cool genug und überhaupt nicht modern. Und damit haben die Kids gar nicht mal Unrecht. Umso wichtiger ist es, die Kinder genau darüber aufzuklären, weshalb Reithelme so ungemein wichtig sind. Diese Aufklärung sollte am besten noch stattfinden, bevor es zu Diskussionen über den Reithelm für Kinder kommt. Kinder haben zwei Nachteile beim Reiten: Zum einen sind ihre Knochen noch nicht so robust wie die von Erwachsenen und die Verletzungsgefahr ist somit höher. Zum anderen können Kinder die Reaktionen ihres Pferdes meistens noch nicht richtig einschätzen. Beide Punkte erhöhen das Unfallrisiko. Auf einen Reithelm für Kinder sollte man somit niemals verzichten.

Einen Reithelm für Kinder gibt es in vielen verschiedenen Preisklassen und Ausführungen. Aber wichtiger als der Preis und die Optik, ist die gebotene Sicherheit. Um einen guten Reithelm für Kinder zu erkennen, gibt es verschiede Merkmale. Zum einen sollte der Reithelm für Kinder unbedingt den EU-Normen nach DIN EN 1384 entsprechen. Auch sollte der Reithelm wie angegossen auf dem Kinderkopf sitzen und nicht verrutschen. Der Tragekomfort ist sehr wichtig, damit sich das Kind nicht unwohl fühlt. Daher ist ein geringes Eigengewicht des Helmes von Vorteil. Ebenfalls für mehr Tragekomfort sorgen Lüftungsschlitze, die für ein optimales Klima am Kopf sorgen sollen.

Meistens ist ein Reithelm für Kinder mit dem sogenannten Dic-System ausgestattet. Dieses System erleichtert das Anpassen und Einstellen des Helmes auf den Kopf. Die Einstellung funktioniert einhändig und stufenlos, so dass das Kopfband oder die Beriemung ideal an die Kopfgröße und –form angepasst werden können. Der Kinnriemen sollte, um es den Kindern zu erleichtern, einfach aber sicher zu öffnen und zu schließen sein. Und als letzter Punkt kommt die Optik ins Spiel. Sicherheit hat die höchste Priorität, aber die Kinder sollen ja auch Gefallen an dem Reithelm finden. Deshalb ist es durchaus auch wichtig, einen schönen, kindgerechten Helm zu wählen. Vielleicht findet man einen in der Lieblingsfarbe oder mit schönen Motiven. Im Handel findet man den Reithelm für Kinder in vielen verschiedenen Designs und Farben.

Worauf sollte man beim Kauf der Reithelme achten?

Sicherheit und Qualität spielen nicht nur beim Reithelm für Kinder, sondern auch für Reithelme für Erwachsene eine wichtige Rolle. Die Reithelme sollten qualitativ hochwertig sein und immer der DIN EN 1384 Norm entsprechen. Diese europäische Norm beinhaltet alle Mindestanforderungen, die an eine ideale Reitkappe gestellt werden. Getestet werden die Reithelme in gesetzlich vorgeschriebenen Tests und Prüfungen, um sicherzustellen, dass die Norm erfüllt wird.

Meistens gibt es aber auch noch unabhängige Tests, beispielsweise von Stiftung Warentest, in denen die Helme separat und zum Teil auch noch unter anderen Aspekten, geprüft werden. Wer einen Reithelm kaufen möchte, sollte unbedingt auf diese Normen achten. Die modernen Reithelme sind optisch und zum Teil auch technisch den Fahrradhelmen sehr ähnlich. Beide Helmarten haben gemeinsam, dass sie luftig, leicht und sicher sind. Wer einen Reithelm kaufen möchte, erkennt eine klassische Reitkappe an der hohen Form und dem blauen oder schwarzen Samtbezug. Meist gibt es auch eine Knopfapplikation oben auf dem Helm. Moderne Varianten sind in anderen Formen und auch anderen Farben und Ausführungen erhältlich.

Wie kann ein Reithelm Test helfen?

Wer einen Reithelm kaufen will, wird schnell merken, dass es unendlich viele verschiedene Modelle auf dem Markt gibt. Aber es gibt schwarze Schafe und wirklich gute Reithelme. Um der Masse an Angeboten Herr zu werden, empfiehlt es sich, sich einen Reithelm Test anzusehen. Diese bieten nicht nur Empfehlungen für gute Reithelme, sondern es wurden auch diverse Modelle auf Herz und Niere getestet. Meistens werden im Reithelm Test die Handhabung, der Tragekomfort sowie die Sicherheit geprüft.

Es ist wichtig, dass der Reithelm individuell auf den Reiter und dessen Bedürfnisse abgestimmt wird. Wer einen Reithelm kaufen möchte, kann sich an den Ergebnissen im Reithelm Test orientieren und genau sehen, welcher Helm für seine Bedürfnisse am besten passt. Der Reithelm Test zeigt, welcher Helm am meisten aushält, ob die jeweiligen Modelle einstellbar sind oder eine feste Größe haben, wie stoßdämpfend die einzelnen Modelle sind und wie die Reithelme auf Druck und Quetschung reagiert. Auch kann im Reithelm Test zu Tage kommen, ob Sie ein Modell über mehrere Stunden tragen können, oder ob er eher für kurze Ausritte und Turniere geeignet ist. Hinzu kommen diverse Empfehlungen von Testern oder anderen Kunden. Wer einen Reithelm kaufen möchte, muss sich also nicht vom vielfältigen Angebot erschlagen lassen. Testberichte, Vergleiche und Erfahrungsberichte von Kunden geben sehr gut Aufschluss darüber, welchen Reithelm man kaufen kann und von welchen Modellen man eher absehen sollte.

Was genau wird im Reithelm Test eigentlich geprüft?

In einem Reithelm Test wird genau überprüft, was die Reithelme aushalten und wie sicher sie wirklich sind. Aus diesem Grund ist ein Reithelm Test auch so wichtig. Sonst würde man wahrscheinlich oftmals die Katze im Sack kaufen. Was genau in einem Reithelm Test alles untersucht und geprüft wird, soll im Folgenden erklärt werden.

Sicherheitsaspekte

Ein Reithelm hat weder einen Airbag noch eine Knautschzone. Deshalb sollten Sie im Reithelm Test genau überprüfen, ob die jeweiligen Reithelme bei Unfällen den Kopf ausreichend schützen und genügend Sicherheit bieten. Hierfür werden verschiedene Prüfungen durchgeführt.

Die Quetschprüfung ist sehr wichtig, um zu testen, ob der Helm auch an den Seiten steif ist und im Falle eines Tritts durch das Pferd auch auf dem Kopf bleibt.

Bei den Durchdringungsprüfungen wird das Aufschlagen von beispielsweise Steinen oder Ästen auf den Helm simuliert, um zu testen, ob die Kappe auch diesen Gegebenheiten standhalten würde.

In den Fallprüfungen wird, wie der Name schon sagt, geprüft, wie sich der Helm im Falle eines Sturzes verhält. Dabei wird meist eine Höhe von 1,50 Meter gewählt und der Testkopf mit dem jeweiligen Helm wird an drei verschiedenen Stellen aufgeschlagen. Der Testkopf fällt sowohl auf den Vorder-, als auch auf den Hinter- und den seitlichen Kopf. Dabei überprüft man, ob die Reithelme diese Stürze abdämpfen, die Stöße abfangen und auch abschwächen.

Bei den sogenannten Abstreifprüfungen testet man mit Hilfe von Fallgewichten, ob die Reithelme schnell vom Kopf rutschen oder über den Kopf gezogen werden können, wenn es zu ruckartigen Bewegungen kommt. Dieser Test nimmt vor allem die Riemen unter die Lupe, die stabil genug sein müssen, um auch ruckartigen Belastungen standhalten zu können. Im Ernstfall dürfen die Riemen auch nicht ein- oder gänzlich reißen. Der Norm entsprechend müssen Reithelme und Verschlüsse zehn Kilogramm Belastungen aushalten.

Bei Helmen mit Sonnenblende überprüft man diese auch im Reithelm Test genau. Dazu testet man, ob sich der Schirm der Sonnenblende durchbiegt und elastisch genug ist. Bei einem Aufprall müssen die Sonnenblenden sich biegen lassen beziehungsweise nachgeben, damit sich der Helm nicht in den Nacken verschiebt. Die meisten hochwertigen Reithelme sind mit Elastikschirmen ausgestattet, die wie Gummi ganz einfach nachgeben, wenn man auf sie fällt.

Der Tragekomfort

Damit die Reithelme bequem und angenehm zu tragen sind, prüft man im Reithelm Test auch den Tragekomfort. Die Passform spielt wie auch bei Motorradhelmen und Fahrradhelmen eine wichtige Rolle, denn der Reithelm muss den Kopf lückenlos und fest genug umschließen, um genügend Sicherheit zu gewährleisten. Wenn der Reithelm schlecht sitzt oder drückt, bietet er keinen richtigen Schutz. Dabei sollten die Reithelme dennoch bequem sitzen, denn umso eher werden sie im Nachhinein auch getragen. Ebenfalls wichtig ist die Beriemung und der Verschluss. Für Kinder erhöht sich der Tragekomfort zum Beispiel mit flexiblen Verstellsystemen, die einfach und schnell dafür sorgen, dass der Helm an die jeweilige Kopfform angepasst werden kann.

Die 3-Punkt-Beriemung ist der Standard unter den Reithelmen. Besser sind 4-Punkt-Beriemungen, die links und rechts eine weitere Befestigung besitzen. Ebenfalls gut sind Nacken-Beriemungen, die für zusätzlichen Halt im Nackenbereich sorgen sollen. Eine zusätzliche Polsterung lohnt sich vor allem für Reiter, die oft und lange reiten. Je mehr Polsterung die Reithelme vorweisen, desto bequemer sitzen sie auch auf dem Kopf. Für einen hohen Tragekomfort spielt außerdem die Belüftung des Helms eine wichtige Rolle. Beim Reiten schwitzt man viel, und eine ausreichende Belüftung ist wichtig, damit der Kopf nicht zu heiß läuft. Die modernen Reithelme haben in der Regel Belüftungsschlitze und Innenkanäle, die frische Luft ansaugen und warme Luft nach außen leiten.

 

Die Optik

In einem Reithelm Test wird auch die Optik begutachtet. Denn viele Reiter möchten keinen Helm tragen, weil er nicht schön aussieht. Aber moderne Modelle sehen mittlerweile durchaus gut und sportlich aus. Sie sind so konzipiert, dass sie den Kopf nicht größer aussehen lassen. Zwar ist die Farbauswahl der Reithelme noch begrenzt, aber es gibt unterschiedliche Oberflächen der Helme, zwischen denen der Reiter entscheiden kann. So gibt es beispielsweise glatte, matte oder samtige Oberflächen. Es gibt zudem Helme mit Verzierungen oder Modelle, die Sie nachträglich problemlos und individuell verzieren können.

Die Preise

In einem Test über Reithelme geht es natürlich auch um die Preise der jeweiligen Modelle. Wenn man einen Reithelm kaufen möchte, schaut man ja auch nicht unbedingt erst zuletzt auf den Preis. Wobei festgestellt wurde, dass der Preis nicht in jedem Fall etwas über die Qualität aussagt. So gibt es günstige Modelle, deren Qualität und Sicherheit zum Wünschen übrig lassen. Aber es gibt ebenso günstige Modelle ab 15 Euro, die durchaus gut und hochwertig sind. Allerdings schneiden die teuren Reithelme in den Tests meistens tatsächlich deutlich besser ab als die günstigen Angebote.

Generell liegen die Preise für ordentliche Reithelme zwischen 15 und 350 Euro. Egal, welchen Preis der Helm hat, man sollte unbedingt darauf achten, dass er alle Sicherheitsstandards erfüllt und die Helme der EU-Norm entsprechen. Bekannte, qualitativ hochwertige Reithelme kommen unter anderem von den Marken Uvex, Casco, Kerbl, HKM sowie Charles Owen. Von diesen Herstellern kann man ohne Bedenken einen Reithelm kaufen.

Kann ich auch einen gebrauchten Reithelm kaufen?

Aus Kostengründen entscheiden sich viele Reiter dafür, einen gebrauchten Reithelm zu kaufen. Aber dabei sollte man auf einige Dinge achten. Der Reiterhelm sollte nicht älter als fünf Jahre sein. Innerhalb der Jahre weist auch eine Reitkappe Verschleißspuren auf, zum Beispiel durch Wärme, Sonnenlicht, Regen und Kälte. Das Material altert und verschleißt, selbst wenn man es auf den ersten Blick nicht gleich sieht. Auch sollten Sie auf die aktuellen (!) Sicherheitsaspekte achten. Die aktuelle EU-Norm ist ein Muss. Veraltetet Reitkappen mit dem Standard DIN 33951 dürfen mittlerweile gar nicht mehr verkauft werden, weshalb man von diesen alten Modellen die Finger lassen sollte. Auch ein Reiterhelm mit Kinnkappe und Klettverschlüssen ist nicht mehr erlaubt. Auch sollten Sie nie eine gebrauchte Reitkappe kaufen, die bereits einen Sturz hinter sich hatte. Nicht immer sieht man die Mängel, die durch einen Sturz auftauchen können.

Die Vorteile eines gebrauchten Reithelms

  • Günstiger in der Anschaffung
  • Oft auch geschenkt
  • Weniger Müllproduktion dank Wiederverwendung

Die Nachteile eines gebrauchten Reithelms

  • Keine Garantie, kein Rückgaberecht
  • Abnutzungsspuren und eventuelle Schäden sind meist nur schwer erkennbar
  • Oft werden veraltetet Modelle angeboten, deren Sicherheitsstandards nicht mehr aktuell sind

Kann man einen Helm nach einem Sturz noch weiter verwenden?

Diese Frage stellt sich oft – vor allem, wenn der Reithelm nach dem Sturz keinerlei Spuren des Unfalls aufweist. Aber das ist falsch! Sie sollten die Reitkappe unbedingt ersetzen, wenn sie einem Sturz oder Aufprall ausgesetzt war. Erstens kann es sein, dass die Reitkappe noch einmal an der selben Stelle getroffen wird und die Sicherheit damit nicht mehr garantiert gegeben ist. Zweitens kann der Helm beschädigt werden, ohne dass man das sieht.