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Der Motorradhelmfilter

Welche Größe soll der Motorradhelm haben?
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Wie viel darf der Motorradhelm kosten?
Welcher Art soll der Motorradhelm sein?

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Motorradhelm Motocross

Allerlei zum Motorradhelm

Ein Motorradhelm macht das Motorradfahren im Straßenverkehr sicherer. Motorradhelme haben den Zweck, schwere Verletzungen und Personenschäden bei Motorradunfällen zu verhindern. Besonders wichtig ist das Schützen des eigenen Körpers mit einem Motorradhelm für Menschen, die aus gerne schnell mit dem Motorrad unterwegs sind.

In der heutigen Zeit haben Helme eine viel größere Bedeutung als einfach noch vor 100 Jahren, als die Menschen vorallem Fahrrad fuhren. Seitdem haben sich insbedondere die Geschwindigkeiten enorm erhöht, mit denen man sich fortbewegt. So hat man sich noch vor 100 Jahren mit Geschwindigkeiten von 50 bis 80 km/h fortbewegt, wohingegen heutzutage jedes Motorrad die 130 km/h auf der Autobahn mit Leichtigkeit erreichen kann.

Die Geschichte des Motorradhelms ist also etwas jünger als die Geschichte der Motorräder. Zu Beginn waren die tollkühnen Draufgänger mit Schal und Bommelmütze unterwegs. Der ganze Körper wurde nur in warme Kleidung gehüllt. An den Schutz der Fahrer, während ihrer rasanten und oft spektakulären Fahrt, dachte indes niemand.

Mit der Zeit wurden die Maschinen immer schneller und die wilden Kerle von damals, haben damit begonnen, richtige Rennen zu veranstalten. Die Standardausstattung vom Hals bis zu den Füßen entsprach dem eines Vollgaspiloten. Erst einige Jahre später stülpten sich die Wagemutigen einen Fliegerhelm aufs Haupt. Mit der Weiterentwicklung des Kopfschutzes für den Motorradsport beginnt die eigentliche Historie der Motorradhelme.

Neben dem Schutz vor schweren Verletzungen bei Unfällen haben Helme fürs Motorradfahren auch nicht zuletzt den Aspekt des stilvollen Auftretens zu bedienen. Kurz gesagt: Ein Rollerhelm soll cool sein.

Im Internet gibt es eine Auswahl an Motorradhelmen, die man im Laden vergeblich zu finden versucht. Wer außerdem beim Kauf eines Motorradhelmes Geld sparen möchte, sollte den Helm online erwerben.

Welche Helmarten gibt es fürs Motorrad?

Es gibt Motorradhelme für Motorräder, -roller und für den Motocrosssport. Der Grund dafür ist, dass der Helm für den Motocross-Rennsport andere Voraussetzungen erfüllen muss als der Helm für Motorräder im Straßenverkehr.

Worin unterscheiden sich die verschiedenen Arten von Motorradhelmen?

Der Helm für das Motorradfahren im Straßenverkehr sollte leicht sein und zu den persönlichen körperlichen Gegebenheiten, beispielsweise einer Brille, passen. Außerdem sollten Helme für Motorräder wasserfest und unempfindlich gegen Sonneneinstrahlung sein.

Außerdem muss der Helm im deutschen Straßenverkehr zugelassen sein und sollte zu Ihrer Kopfgröße passen. Ebenso muss der Motorradhelm eine eine sehr gute Verarbeitung aufweisen, denn nur so kann sichergestellt werden, dass Sie bei einem Unfall optimal geschützt sind. In vielen Helmen fürs Motorradfahren gibt es mittlerweile auch eingebaute Kopfhörer oder sogar eine Freisprecheinrichtung, mit der man während der Fahrt telefonieren kann. Dass man jedoch wärend der Fahrt im Straßenverkehr nicht auf das Telefon schauen sollte, dürfte eine Selbstverständlichkeit sein.

Ein Mofa-Fahrer benötigt einen Helm, der bei gemäßigtem Fahren in der Stadt ausreichend ist, da sie mit ihren Mofas und Motorrollern eher selten auf der Autobahn fahren. Einen solchen Mofa-Helm sollten Sie aber nicht zum Motorradfahren verwenden, vor allem auf der Autobahn, da er keinen aureichenden Schutz bietet. Oftmals sind diese Helme so konstruiert, dass sie nicht den gesamten Kopf bedecken, weshalb Motorradfahrer sie nicht nutzen sollten. Mofa-Helme sind außerdem nicht dazu angefertigt, sie bei schnellem Fahren zu tragen, daher schützen sie auch nicht hinreichend vor intensivem Fahrtwind.

Qualität des Helmes

Alle Motorradhelme und Mofahelme müssen eine bestimmte Qualität haben, denn nur so kann sichergestellt werden, dass Sie bei einem Unfall mit dem Motorrad nicht gefährdet werden.

Wenn Sie einen Mofahelm oder einen Motorradhelm kaufen möchte, sollten Sie darauf achten, dass er im Straßenverkehr zulässig ist. Viele Helme sehen zwar schick aus, entsprechen aber leider nicht den Richtlinien. Haben Sie einen Helm gekauft, ohne dies zu prüfen, sollten Sie am besten sofort nachsehen, ob Sie diesen Helm im deutschen Straßenverkehr verwenden dürfen oder nicht. Nur so kann sichergestellt werden, dass Sie kein Bußgeld zahlen müssen, sich einen neuen Motorradhelm kaufen müssen oder dass Sie im schlimmsten Fall sogar ernsthafte Verletzungen bei einem Unfall davontragen, nur weil Sie keinen zugelassenen Helm getragen haben, der von minderer Qualität war.

Der Rennhelm für den Motocrosssport sollte andere Anforderungen erfüllen. Nicht nur das Gewicht sollte sehr gering sein, auch die Stabilität und Polsterung muss sehr gut sein, da es sehr häufig zu Stürzen kommt. Häufig sind Rennhelme auch anders geformt und leicht zu unterscheiden von anderen Motorradhelmen.

Folgende Helmtypen gibt es:

Der Integralhelm

Integralhelm Motorradhelm

Er ist der am weitesten verbreitete Helm, was darauf zurückzuführen ist, dass er laut Unfallstatistik der sicherste Motorradhelm ist. Man erkennt ihn daran, dass er eine Kinnpartie hat, die fest und nicht nach oben klappbar ist. Bei diesem Helm kann das Visier komplett verschlossen werden, was Sie vor kaltem und beißendem Fahrtwind schützt. Da dieser Helm durch seine windschnittige Bauweise sehr aerodynamisch ist, findet er auch häufig bei Motorsportrennen Verwendung. Durch bewusst gelassene Luftschlitze wird dafür gesorgt, dass dem Helmträger unter diesem Helm nicht zu warm wird. Und obwohl dieser Helm massiv erscheint, da er in einem Stück daherkommt, wiegen neuere Modelle nicht mehr als 2kg.

Für Brillenträger ist dieses Modell aber eher weniger geeignet, da die Brille beim Auf- und Absetzen des Helms sehr schnell kaputtgehen kann.

Der Klapphelm

Man nennt ihn auch Systemhelm und unterscheidet ihn vom Integralhelm in der Hinsicht, dass er einen nach oben klappbaren Kinnbügel hat und dadurch eine wesentlich höhere Praktikabilität besitzt. Gerade für Brillenträger ist der Klapphelm die ideale Lösung, da sie durch den Klappmechanismus den Motorradhelm sehr leicht auf- und absetzen können, ohne die Brille zu beschädigen. Außerdem hat dieser Helm beim Motorradfahren im Sommer bei hohen Temparaturen den Vorteil, dass man mit hochgeklappter Kinnpartie auf den Straßen unterwegs sein kann und dadurch eine gewisse Abkühlung erfährt. Somit ist der Klapphelm der ideale Kompromiss zwischen dem komplett verschlossenen Integralhelm und dem Jethelm, der keine Kinnpartie besitzt.

Der Jethelm

Jethelm Motorradhelm

Er wird auch Halbschalenhelm oder Cityhelm genannt und ist der lockerste aller Helme. Häufig hat er einen Retrolook und ist insbesondere bei Mofafahrern oder Rollerfahrern sehr beliebt. Der Jethelm hat keinen Kinnbügel wie der Integralhelm oder der Klapphelm, was ihn zwar zum angenehmsten Helm im Sommer macht, aber leider ist er aus diesem Grund auch wesentlich weniger sicher im Verkehr. Häufig hat der Jethelm auch kein Visier wie die anderen Helmarten und wirkt kleiner und handlicher. Damit der Jethelm im Straßenverkehr zugelassen wird, muss er den Nachenbereich, die Ohren und den Hinterkopf sicher bedecken können. Damit man zumindest die Augen beim Fahren vor dem Fahrtwind schützt, kann bei diesem Helm eine Motorradbrille getragen werden.

Motorradhelm Motocrosshelm

Der Motocrosshelm

Er heißt auch Endurohelm und kommt beim Cross- oder Downhill-Fahren zum Einsatz. Die Bauart ähnelt bei diesem Helm dem Integralhelm, jedoch gibt es hier eine längere Kinnpartie und meist kein Schutzvisier, damit der Fahrer eine Motocrossbrille tragen kann. Zwar belüftet diese Bauweise den Helm besser, jedoch kann es bei hohen Fahrtgeschwindigkeiten schnell zu kalt werden. Da man diesen Helm im Geländemotorsport trägt, wo es häufig zu umhergeschleuderter Erde kommt, sollten Sie hier eine Motorradbrille mit Abreißvisier tragen.

Wie ist ein Motorradhelm aufgebaut?

Ein Motorradhelm hat verschiedene Bestandteile. Neben der harten Außenschale gibt es innen weiche Polsterungen, temparaturregelnde Entlüftungsschlitze, ein Visier zum Schutz der Augen und einen Kinnriemen um den Helm am Kopf zu fixieren.

Die Außenschale

Da die Außenschale des Motorradhelms den Kopf des Fahrers gegen schlimme Verletzungen bei Unfällen und Stürzen schützen muss, besteht sie allgemein aus duroplastischen und thermoplastischen Kunststoffen.

Helme, die aus duroplastischen Kunststoffen hergestellt sind, trotzen schlechtem Wetter und bleiben auch bei Lösungsmittelm stabil. Solche Helme heißen Glasfiberhelme und sind meistens sehr schwer. Der Vorteil bei solchen Helmen ist, dass sie eine sehr lange Lebensdauer haben und sich nur langsam abnutzen.

Wenn Helme aus thermoplastischen Kunststoffen, also Polyamid (auch: PA), Polycarbonat (auch: PC) oder Acryl-Butadien-Styrol (auch: ABS), hergestellt sind, dann sind sie meistens etwas leichter und ein ganzes Stück günstiger als Glasfiberhelme. Man erkennt diese Helme daran, dass sie eine “Kunststoffnaht” haben, die beim Produktionsprozess entstanden ist. Die Helme werden in zwei Teilen in eine Form gespritzt und erhalten so beim Zusammenfügen ihre typische “Naht”. Leider haben diese Helme einen gravierenden Nachteil: Sie haben eine weniger lange Haltbarkeit und sind leichter angreifbar durch beispielsweise Lösungsmittel, Spiritus, Kleber und Benzin, auch wenn man die Destabilisierung des Materials auf den ersten Blick nicht immer sehen kann. Einen Helm aus thermoplastischem Kunststoff sollte man also lediglich mit warmem Wasser waschen.

Die Polsterungen

Damit die sogenannte “Knautschzone” beim Sturz mit dem Motorrad am Hopf möglichst groß ist, um Verletzungen verhindern zu können, sind Polsterungen im Helminneren notwendig. Sie schützen den Schädel und den Nachenbereich des Fahrers und steuern außerdem zum Tragekomfort des Helms bei.

Die Innenpolster von Motorradhelmen sind meist aus Kunststoff, Schaumstoff und Polyestern. Damit die empfindlichen Stellen des Schädels optimal geschützt werden können, wird bei Motorradhelmen vorher ausführlich getestet. Dann werden die Polsterungen so verteilt, dass sie das Verletzungsrisiko beim Sturz minimieren.

Die Entlüftungsschlitze

Gerade bei längeren Motorradfahrten, vorallem im Sommer, sollte der Helm über ein gutes Entlüftungssystem verfügen. Zwar können die Polsterungen eine gewisse Menge an Schweiß aufnehmen, jedoch ist ein vollgeschwitzter Motorradhelm nicht unbedingt wünschenswert.

Außerdem beschlägt bei übermäßigem Schwitzen das Visier, was zu Unfällen führen kann. Damit man jedoch bei einer Motorradtour im Frühling oder im Herbst keine Verkühlung des Kopfes davonträgt, kann man bei den meisten Motorradhelmen die Entlüftungsschlitze zumindest teilweise schließen.

Das Visier

Motorradhelm mit Visier Jethelm

Die meisten Helmvisieren bestehen aus dem Kunststoff Polycarbonat. Dieser Stoff hat den Vorteil, dass er bei einem Sturz keine Splitter bildet, die die Augen gefährden könnten. Außerdem sollten Visiere kratzfest sein, da Kratzer im Visier zu Streulicht oder gar zur Blendung beim Fahren führen können. Kratzfeste Visiere haben eine Klarlackschicht und dürfen auf keinen Fall mit Lösungsmitteln behandelt werden, da sie leicht von solchen angegriffen werden.

Ein weiteres Problem ist das Beschlagen des Visiers durch Schweiß oder Atemluft. Die sinnvollste Methode dagegen sind sogenannte Pinlock-Visiere. Diese haben eine Doppelverglasung, welche verhindert, dass das Visier von innen beschlägt. Außerdem gibt es gegen das Beschlagen des Visiers Anti-Beschlag-Sprays und -Folien, die aber entweder nur kurz halten oder teuer sind.

Damit eine Motorradfahrt auch bei hellstem Sonnenschein möglich werden kann, gibt es getönte und verspiegelte Visiere. Diese mögen zwar zunächst als die optimale Lösung für Fahrten im Sommer erscheinen, jedoch werden sie gefährlich, sobald man im Tunnel oder bei Dämmerung fährt. Um das zu vermeiden, sollte man immer Wechsel-Visiere dabeihaben und lieber ein ungetöntes Visier bei tunnelreichen Fahrten tragen.

Das Tragen von verspiegelten und getönten Visieren bei Dämmerung und in der Nacht ist in Deitschland übrigens verboten, in anderen Ländern darf man diese überhaupt nicht tragen!

Der Kinnriemen

Für Motorradhelme gibt es im Allgemeinen drei Arden des Verschlusses am Kinn: Den Doppel-D-, den Ratschen- und den Klick-Verschluss.

Der Doppel-D-Verschluss ist der häufigste und auch sicherste Verschluss. Er ist zwar etwas umständlicher als die beiden anderen, da er jedes Mal beim Aufsetzen des Helmes neu festgezogen werden muss, jedoch garantiert er, dass der Verschlussriemen immer dicht am Hals sitzt und nie ausleiert.

Der Ratschen-Verschluss und der Klick-Verschluss sind die beiden seltener verwendeten Verschlüsse. Das liegt daran, dass sie ein wenig unsicherer und unkomfortabler sind als der Doppel-D-Verschluss. Bei der Fahrt können sie sich leicht lockern und verursachen, dass der Helm aufeinmal weniger gut sitzt. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass man sich beim Verschließen dieser beiden ein Stück Haut einklemmt.

Es ist außerdem wichtig, dass der Kinnriemen auch mit Motorradhandschuhen gut zu öffnen ist und keine Schwierigkeiten bereitet.

Gibt es eine Motorradhelmpflicht in Deutschland?

Als Fahrer eines motorisierten Kraftfahrrades ist man laut StVO §21a (2) seit 1976 dazu verpflichtet, während der Fahrt des Motorrades oder des Mofas einen Schutzhelm zur eigenen Sicherheit zu tragen. Dies gilt hierbei nicht nur für den Fahrer des Fahrzeugs, sondern auch für dessen Beifahrer.

Gemäß der Verkehrsverordnung von 1990 muss ein Motorradhelm amtlich genehmigt sein. Damit die Helme die Norm bekommen, müssen sie auf folgende Eigenschaften hin geprüft werden. Die Größe und die Form der Dämpfungsschale unterliegen diversen Kriterien:

• Größe des Sichtfeldes
• chemische Resistenz der Außenschale
• Belastbarkeit des Kinnriemens
• Absicherung des Kinnriemens
• Stoßdämpfung (muss an den definierten Punkten der Schale den Falltest bestehen)
• Belastbarkeit des Kinnriemenverschlusses
• Rotationsbeschleunigung
• Tönung sowie Durchdringungswiderstand des Visiers müssen vorschriftsgemäß erfüllt sein.

Helmpflicht – wieso denn?

Die Helmpflicht empfindet so mancher Motorradfreund als lästig. Die Helmpflicht ist jedoch weder als Repression noch als Schutz zu verstehen. Vielmehr appelliert das Gesetz auf die Vernunft des Motorradfahrers, denn ein Sturz kann schlimm enden. Aufgrund der Einführung der Helmpflicht und der rigorosen Kontrollarbeit der Polizei ist es gelungen, ein Umdenken in der Bevölkerung zu bewirken. Es ist schlicht eine Tatsache, dass bei einem Sturz mit einer schweren Maschine der Motorradhelm den Fahrer vor schweren Kopfverletzungen und vor gravierenden Schädeltraumata bewahren kann. Das beweist auch die einmalige Schutzwirkung eines Helms, denn nach einem verheerenden Sturz muss dieser unbedingt ausgetauscht werden. Die Busgelder sind nicht ohne. Wer ohne Helm durch die Lande düst, darf sich bei einer Verkehrskontrolle nicht über die deftigen Strafen wundern.

Der Motorradhelm ist gesetzlich gesehen Pflicht, auch wenn sich so mancher Biker durch den sperrigen Helm in seiner Bewegungsfreiheit und in seinem Sichtfeld eingeschränkt fühlt. Doch wer unvernünftigerweise auf den Kopfschutz verzichtet, der verstößt laut Straßenverkehrsordnung (StVO) gegen die gesetzliche Helmpflicht.

Die Helmpflicht in Europa

Motorradreisende müssen überall in Europa ihren Kopfschutz tragen. Die Helmpflicht in Europa ist verbrieft, doch sind die einzelnen Staaten sehr unterschiedlich in ihrer Kontrollaufsicht. In Italien müssen sich die Motorradfahrer mit ihren schweren Maschinen rigoros an die Helmpflicht halten. Bei Nichteinhaltung der Helmpflicht kann das Motorrad für 30 Tage beschlagnahmt werden und das Bußgeld beträgt zwischen 70 und 280 Euro. Mit dem Zug von Süden nach Norden ohne das geliebte Motorrad heimzukehren, ist alles andere als lustig. Im Urlaub in fremden Nationen sollte der Helm der ECE-Norm 22 entsprechen. In Italien, ein oft gewähltes Bikerausflugsland, muss der Helm den amtlich festgelegten Qualitätsmindestanforderungen entsprechen. Damit ein Motorradtrip in den sonnigen Süden nicht in einem Desaster endet, sollte der Biker die spezielle Helmpflicht kennen und verinnerlichen. Die Helmpflicht ist eben kein Gebot, sondern eine Vorschrift, ein Gesetz der Verkehrsordnung.

Die Passform des Motorradhelms

Einen Helm zu kaufen, ohne vorher zu prüfen, ob er passen wird, ist alles andere als lustig. Denn ist der Motorradhelm zu klein, kann das rasende Kopfschmerzen verursachen, ist der Kopfschutz aber zu groß, dämpft er einerseits die Stöße schlechter ab und zum anderen kann er beim schweren Sturz ganz leicht vom Kopf rutschen.

Kriterien

Um wirklich beurteilen zu können, ob der Helm passt, genügt die alleinige Anprobe im Laden nicht. Erst eine Probefahrt gibt konkreten Aufschluss, wie gut der Helm unter Winddruck sitzt, wie laut er ist und wie sich die Visiermechanik in der Praxis erweist. Bei der Anprobe gilt es, den Helm wenigstens 15 Minuten auf dem Kopf zu lassen. Die Passform und die Größe des Helms sind nicht identisch, denn vor allem bei Helmen mit einer dicken Polsterung, kann sich diese mit der Zeit setzen. Die Passform wird abgeklärt, indem man die Fingerprobe anwendet. Eindeutig zu groß ist der Helm dann, wenn sich locker zwei Finger zwischen Kopf und Helm stecken lassen. Die Kontrolle im Stirnbereich ist ebenfalls notwendig. Der Helm darf sich mit geschlossenem Kinnriemen nicht stark verdrehen oder gar vom Kopf ziehen lassen.

Der sichere Griff zum idealen Kopfschutz setzt die Kenntnis des Kopfumfanges voraus. Der Motorradhelm ist ein Zubehör, an dem man nicht vorbeikommt. Einen Helm einfach schnell im Verbeigehen zu kaufen, ist schlicht Selbstbetrug. Es gilt die ungefähr passende Helmgröße zu ermitteln, gemessen wird hierbei der Kopfumfang im Stirnbereich, am Hinterkopf und über den Ohren. Da die Helme der verschiedenen Motorradhelmhersteller unterschiedlich groß sind, entspricht der Kopfumfang in Zentimetern nicht unbedingt der numerischen Helmgröße. Besonders ältere Semester können mit der alten Größe Passprobleme bekommen, da sich vielleicht in den letzten Jahren die Haarfülle verringert hat. Bei der Trockenprobe im Laden darf der Helm nach dem passenden Einstellen und Schließen nicht merklich rutschen, auch dann nicht, wenn der Kopf im Heavy-Metall-Style richtig geschüttelt wird.

Das Motorradhelm-Innenfutter erneuern

Die Funktionalität mehrerer Komponenten bestimmt die Qualität der Motoradhelme. Nur gut gepolstert bieten die Helme höchsten Komfort und bestmögliche Sicherheit. Ist die Innenausstattung des Kopfschutzes nicht mehr intakt, so kann diese durch neue Polster ersetzt werden. Dazu sind in den meisten Fällen nur ein paar Handgriffe notwendig. Das Innenfutter zu erneuern heißt, auf Nummer sicher zu gehen. Mit der Zeit können selbst die perfekteste Verarbeitung und die hochwertigste Qualität Schaden nehmen. Vor allem bei häufigem Gebrauch ist die Erneuerung des Innenfutters nach einer gewissen Zeit ratsam. Das Innenfutter kann und muss gereinigt werden, wer das Futter seltener reinigt, sollte laut ADAC eine Sturmhaube unter dem Helm tragen. Das Innenfutter zu erneuern ist bei neueren Helmen zu empfehlen. Ist der geliebte Helm jedoch schon in die Jahre gekommen, dann lohnt es sich doch, einen neuen geeigneten Kopfschutz zu kaufen.

Die Pflege des Motorradhelms

Die Pflege eines Motorradhelms ist eine komplexe Angelegenheit. Die Sicherheitskontrolle vor und während der Motorradsaison ist ein ungeschriebenes Gesetz. Die Reinigung der Helmschale, des Belüftungssystems, der Gummierung, der Innenausstattung, des Visiers bzw. Sonnenvisiers und die Reinigung nach einem Sturz ist für die Sicherheit des Motorradfahrers nur zu empfehlen.

Der Helm sieht nach der Pflege nicht nur schöner aus, sondern er zeigt sich langlebiger und behält dabei seine volle Schutzfunktion. Nach der kompletten Überprüfung des Helms muss der Kopfschutz bei eventueller Verschmutzung durch Staub und Insekten gereinigt werden. Ein feuchtes Tuch genügt in den meisten Fällen, auf scharfe Reinigungsmittel sollte man tunlichst verzichten. Nach der Arbeit mit dem Tuch sollte der Lack mit einer handelsüblichen Politur konserviert werden. Das Innenfutter gilt es von Schweiß und Haaren zu befreien.

Die Außenschale

Das klassische Prinzip mit einer lauwarmen Seifenlauge und einem Schwammtuch ist die beste Reinigungsmethode. So können Sie hartnäckige Insektenreste leicht entfernen und es kommt zu keinen lästigen Verkratzungen. Den Helm können Sie mit einem Kunststoffpflegemittel behandeln, bewährt haben sich hier bei den unterschiedlichen Schalenmaterialien die handelsüblichen Lackpflegemittel.

Das Visier

Weder Polituren noch chemische Reiniger sind für die beschlaghemmenden und kratzfesten Beschichtungen der Visiere geeignet. Das Visier mit einem nassen Tuch zu reinigen und mit reichlich Wasser nachzuspülen, ist völlig ausreichend. Knirscht und quietscht die Visiermechanik, dann sind Schmierstoffe auf Silikonbasis oder Vaseline gefragt. Man sollte niemals Öl verwenden, da es den Kunststoff spröde macht und angreift. Nach der Reinigung sollte das Visier einige Stunden an der frischen Luft trocknen. Auf diese Weise kann sich zwischen Helm und Visier keine Luftfeuchtigkeit bilden, denn diese könnte sich durchaus negativ auf die beschlaghemmende Eigenschaft des Visiers auswirken. Beim Reinigungsvorgang sollte man starkes Rubbeln oder Reiben vermeiden, ansonsten könnten Sie die Innenbeschichtung des Visiers in Mitleidenschaft ziehen. Schließlich ist ein PS-Junkie immer auf gute Sicht angewiesen.

Das Innenfutter

Die Pflege des Futters ist notwendig und problemlos zugleich. Ist das Innenfutter des Helmes herausnehmbar, können Sie dieses mit mildem Feinwaschmittel per Hand waschen. Ist das Futter fest verklebt, können Sie es mit einem feuchten Schwamm und einer milden Seifenlösung gründlich säubern. Da der Helm innen mehrschalig aufgebaut ist, trocknet das Futter nur schwer, weshalb Sie mit dem Wasser sparsam umgehen sollten. Chemische Substanzen können auf die Kopfhaut gelangen. Aus diesem Grund ist es wichtig, beim Reinigungsvorgang des Futters gänzlich auf spezielle Reinigungssprays zu verzichten.

Fazit:

Damit der Helm eine gründliche Säuberung erhält, müssen Sie zunächst das Visier ausbauen und dann erst reinigen. Die Helmschale dürfen Sie keinesfalls zerkratzen. Der Einsatz von Lösungsmitteln ist nicht zwingend nötig. Meist reicht es aus, das Innenpolster nur mit Schaum zu säubern. Die Belüftung des Helms muss kontrolliert werden und nach der Komplettreinigung des Kopfschutzes ist darauf zu achten, dass alle gesäuberten Teile vollständig getrocknet sind.

Die Haltbarkeit eines Motorradhelms

Eine pauschale Lebensdauer kann bei Motorradhelmen nie genannt werden, weder bei laminierten Modellen noch bei gespritzten. Wird der Helm gut gepflegt, so kann er ohne Probleme mehr als zehn Jahre gut überstehen. Die Gefahr bei uralten Marken besteht im Sicherheitsfaktor, man kann nie wissen, ob sich die dämpfende Innenschale des Helms im Laufe der Zeit unmerklich aufgelöst hat. Man kann also auch nie vorhersehen, ob die Außenschale nicht schon beim kleinsten Sturz in tausend Einzelteile zerbröseln würde. Nach einem Unfall muss der Motorradhelm immer ausgetauscht werden. Den Messungen zufolge altert die Innenschale kaum, es ist somit nicht auf Anhieb erkennbar, ob eine substanzielle Verschlechterung vorliegt.

Bei vielen alten Helmen bleiben die dämpfenden Eigenschaften lange erhalten. Für Vielfahrer ist zu empfehle, den Helm alle zwei bis drei Jahre auszutauschen, da immer ein gewisses Risiko besteht. Nach der Einführung der ECE-Helmnorm haben sich die Verarbeitung, Mechanik, Ausstattung sowie das Gewicht deutlich verbessert, dies alles spricht keinesfalls gegen eine gelegentliche Neuanschaffung.

Die Helmempfehlungen der Stiftung Warentest

Die Helmempfehlungen der Stiftung Warentest vermitteln einen Überblick über die auf dem Markt erhältlichen aktuellen Motorradhelme, stellen die Gewinnertypen vor und verweisen auf die besten Preis-Leistungs-Verhältnisse. Laut Stiftung Warentest ist ein guter Kopfschutz schon ab 70 Euro zu haben. Der Nutzen ist unumstritten und die Akzeptanz der Helme ist hoch. Hunderte Modelle tummeln sich auf dem Markt. Die Nummer eins ist der Integralhelm. Der teure Klapphelm kommt bei vielen Motorradfahrern gut an. Der Komfort ist sein Pluspunkt und Brillenträger schätzen den Helm mit dem Visier eines Ritterhelms. Der Klappmechanismus erlaubt nach einem schweren Sturz eine relativ problemlose Atemspende. Der Jethelm sieht cool aus, was jedoch den Unfallschutz betrifft, schneidet er nicht gut ab, da ihm der der Kinnschutz fehlt.

Preisgünstige Motorradhelme sind den teuren Modellen, bezogen auf die Schutzfunktion, oftmals ebenbürtig. Der Testsieger Schuberth SR1 ist mit über 600 Euro ein teures Modell, doch laut Test ohne Mängel. Die Belüftung, die Passform, die Schlagdämpfung und die Handhabung sind sehr gut und auch alle anderen Kriterien erfüllen die Helme vollends. Nicht nur die Marke ist für die Preisunterschiede verantwortlich, auch Dekor und Farbe sind mitentscheidend. Es gibt neben den guten Modellen jede Menge Mittelmaß, vor allem was den Komfort der Motorradhelme betrifft.

Wo sollte man den Helm lagern bzw. nicht lagern?

Reinigen und trocknen Sie bestenfalls Ihren Motorradhelm gründlich nach jeder Saison. Ist der Motorradhelm gesäubert, muss er an einem trockenen Ort lagern. Geschieht dies nicht, so kann es sein, dass Sie sich den Helm komplett ruinieren. Der Lagerraum sollte großen Temperaturschwankungen nicht ausgesetzt sein. Am besten eignet sich ein Beutel, in dem der Helm tadellos überwintern kann. Der Aufbewahrungsort des Kopfschutzes sollte idealerweise Zimmertemperatur haben. Die heruntergefahrene Sonnenblende und das halb geöffnete Visier erweisen sich bei der Lagerung als günstig.

Da der Helm im nächsten Sommer wieder voll einsetzbar sein soll, dürfen Sie ihn niemals mit Dreck verschmutzen und halbtrocken beiseitelegen. Die Qualität des Motorradhelms ist zudem stark von den Umwelteinflüssen abhängig. Wird der Kopfschutz häufig verwendet, so ist die Lagerung in der Zwischenzeit äußerst entscheidend. Denn nur ein geringes Manko kann die Schutzfunktion des Helmes beeinträchtigen. Der Keller ist nicht als Lagerraum zu empfehlen, da Feuchtigkeit, Frost und Zugluft Gift für den Motorradhelm sind. Auch der Wohnraum selbst ist kein guter Aufbewahrungsraum, da sich Schmutz, Staub und hohe Temperaturschwankungen auf die Haltbarkeit und Tauglichkeit ungünstig auswirken. Ein nicht gebrauchter Helm sollte während der Ruhephase auch nicht ständig von Kindern zum Spielen herumgereicht werden. Die Lagerung des Helms ist weniger ein räumliches Problem, vielmehr jedoch ist es wichtig, den richtigen Platz im trauten Heim zu finden.

Haltbarkeit von Motorrdhelmen

Ein Verfallsdatum gibt es für Motorradhelme nicht. Der TÜV-Nord rät dazu, den Helm alle fünf Jahre zu wechseln. Einen gebrauchten Helm zu kaufen, ist nicht ratsam. Zur eigenen Sicherheit lohnt es sich immer, bei Bedarf einen neuen Helm zu kaufen, da bei alten Modellen im Laufe der Jahre die aus Kunststoff bestehende Helmschale spröde wird. Der Motorradhelm schützt nur dann, wenn er sich in einem tadellosen Zustand befindet. Nach Unfällen können sich das Innere der Schale und die Schutzpolsterung verformen. Das führt notgedrungen zu einer Instabilität der Polsterung und somit ist ein Teil der schützenden Wirkung nicht mehr gegeben. Jeder Motorradfahrer sollte sich mit seinem Helm sicher fühlen können, deshalb sind die Passform und die Pflege des Kopfschutzes wichtig und dürfen nicht als Nebensächlichkeit angesehen werden.